Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften

Seniorprofessor Ullrich Scherf erhält Hermann-Staudinger-Preis der GDCh

23.09.2026|08:10 Uhr

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) verleiht den Hermann-Staudinger-Preis 2026 an Seniorprofessor Dr. Ullrich Scherf. Der mit 7.500 Euro dotierte Preis wird am 23. September 2026 im Rahmen der Tagung „GDCh Makro 2026“, dem Biennial Meeting der Fachgruppe Makromolekulare Chemie der GDCh, verliehen. Die Tagung findet vom 21. bis 23. September 2026 unter dem Motto „The Transition of Polymer Chemistry“ in Konstanz statt.

Der Hermann-Staudinger-Preis ist nach dem Chemienobelpreisträger Hermann Staudinger benannt und würdigt herausragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der makromolekularen Chemie.

Mit der Auszeichnung ehrt die GDCh Ullrich Scherf als Pionier auf dem Gebiet der konjugierten Polymere. Diese Kunststoffe besitzen halbleitende Eigenschaften und spielen eine zentrale Rolle in der organischen Elektronik. Gemeinsam mit seinem Arbeitskreis entwickelte Scherf unter anderem aus Lösung verarbeitbare Poly(fluoren)-Halbleiter sowie stabile, defektfreie Leiterpolymere. Die von ihm entwickelten Materialien kommen heute unter anderem in organischen Leuchtdioden (OLEDs), Solarzellen, Lasern und Transistoren zum Einsatz. Darüber hinaus eröffnen sie Perspektiven für weitere technologische Entwicklungen, etwa in der Soft Robotics oder bei ultraschnellen optischen Schaltern. Besonders hervorzuheben ist Scherfs Beitrag zu Schaltprozessen im Pikosekundenbereich, die für zukünftige optische Computersysteme von Bedeutung sein könnten.

Mit der Bergischen Universität Wuppertal ist Ullrich Scherf seit mehr als zwei Jahrzehnten eng verbunden. Ullrich Scherf war von 2002 bis 2023 Professor für Makromolekulare Chemie an der Bergischen Universität Wuppertal und setzt seine Tätigkeit dort seit 2023 als Senior Professor fort. Von 2012 bis 2017 leitete er zudem das Institut für Polymertechnologie. Zuvor studierte Scherf Chemie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, wo er 1988 promoviert wurde. Nach weiteren wissenschaftlichen Stationen, unter anderem am Max-Planck-Institut für Polymerforschung in Mainz und an der Universität Potsdam, folgte er 2002 dem Ruf nach Wuppertal.

Wir gratulieren recht herzlich zu dieser Auszeichnung!